P & P
Adams galt und gilt nach wie vor als begnadeter Produzent, Writer, Arrangeur und Engineer und hatte seit seinen jüngsten Lebensjahren musikalisch für Furore gesorgt. Sehr früh Instrumente wie Trompete und Gitarre erlernt und sich so viele Konzerte namenhafter Artist angeschaut um so viel wie möglich von deren Spiel zu erlernen. Mit 15 schon ein beachtliches Repertoir an Eigenkompositionen und mit 16 gleich die erste Band, The Sparks, gegründet, Tracks veröffentlicht und sofort auf ausgiebige Tournee begeben mit dazwischengelegenen Eröffnungskonzerten für The Rascals, Jerry Butler und später auch für The Commodores. Zu jenem Zeitpunkt muss Adams den, bis heute aktuellen, Sesame Street Klassiker `You`ve Got To Learn Something´ auch geschrieben haben. Anfang der 70er übernahm Adams einen A&R Job für Perception Records durch den er musikalische Wegefährten wie Jocelyn Brown, Leroy Burgess und Gregg Carmichael kennenlernte. War zu dem Zeitpunkt schon an diversen Hits schöpferisch beteiligt aber seinen entgültigen kreativen Durchbruch fand Adams in dem Zusammentreffen mit dem Promotion-Mann Peter Brown und der Gründung von P & P Records. Ab da war kein halten mehr. Adams entwickelte mit Brown`s Unterstützung mehr und mehr seinen typischen Moog- und Synthiegeschwängerten Sound der seinen absoluten Höhepunkt in dem Track `Atmosphere Strut´ des eigenen Projektes Cloud One fand. Weitere erwähneswerte Pj`s sind auf jeden Fall Bumblebee Unlimited und Universal Robot Band, dessen Track `Barley Breakin` Even´ nebenbei erwähnt der Namensgeber für das englische Vorzeigelabel BBE war.
Patrick Adams allein würde schon für einen mehrseitigen Bericht ausreichen und es fällt schwer sich von dieser Person zu lösen. Aber ich würd doch noch gern auf die Rap-Aktivitäten der beiden P`s eingehen. Denn all die Disco-Skillz von Adams & Brown waren auch ein mehr als passabeles und zeitgemäßes Grundgerüst für MC`s Mitte/Ende der Siebziger. Im Gegensatz zu Labels wie Sugarhill und Enjoy! setzten P und P nicht all zu sehr darauf bekannte Disco-Themen nach zu spielen, sondern nutzten viel lieber und auch wenig verwunderlich die hauseigenen Disco-Backings für MC`s wie Teen Machine, Willie Wood, Scoopy, Family, Super Jay oder Spoonie G. Genau der Sponnie dessen Onkel Bobby Robinson das Enjoy! Label besaß und auf dem er auch einige Scheiben veröffentlichte. Lustigerweise signte Peter Brown Sponnie G aber für sein allerersten Release an das P & P Sublabel Sound Of New York auf dem er dann fälschlicherweise als Spoonin G angekündigt wurde. Wie auch immer. Die großen Reaktionen auf die Rap-Releases von Patrick Adams und Peter Brown blieben außerhalb New Yorks aus. Vielleicht doch zu sehr Underground oder wie schon in der Einleitung erwähnt zu sehr Disco? Mitte der Achtziger trennten sich dann die Wege von Adams und Brown. Patrick Adams schrieb, schraubte und produzierte bis weit in die Neunziger weiterhin und immer mehr für Rap-, New Jack- und R&B-Acts wie Eric & B. & Rakim, Salt N`Pepa, Coolio, Teddy Riley, R. Kelly, Keith Sweat etc... und legte zu guter Letzt in seiner über 30 jährigen Karriere einen beachtlichen Arbeitsleistung hin. Bei über 30 Goldenen Schallplatten, mehr als 300 veröffentlichten Songs und in ungefähr 1000 weiteren Tracks involviert, kann ich nur noch sagen: Respekt! Die Spur von Peter Brown verläuft sich da ein wenig bis auf die Tatsache das er die golden Momente der beiden P`s mit ihren vielen kleinen Sublabels in Form von ReIssues auf den Markt bringt. Ist doch auch nett, oder? Danke schön!
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